„Leben im Garten Eden – Du bist frei zu entscheiden.“
Audio Guide Station 2
1. Mose, Kapitel 2, Vers 9 und Verse 15 – 17
Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten, dessen Früchte Unsterblichkeit schenken, und den Baum der Erkenntnis, dessen Früchte das Wissen verleihen, was für den Menschen gut und was für ihn schlecht ist.
Gott, der HERR, brachte also den Menschen in den Garten Eden. Er übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu schützen. Weiter sagte er zu ihm: »Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen, nur nicht vom Baum der Erkenntnis. Sonst musst du sterben.«
Bedeutung
Der Garten Eden ist wie Gottes ganze Schöpfung ein großzügiges Geschenk an den Menschen. Damit verbunden ist der Auftrag, ihn zu bearbeiten und zu bewahren. Er darf seine geistigen und körperlichen Fähigkeiten, die Gott ihm geschenkt hat, sinnvoll einbringen.
Gott gewährt dem Menschen von allen Bäumen des Gartens zu essen, auch vom Baum des Lebens. Zuerst einmal heißt es also: „Du darfst meine Schöpfung genießen und dich richtig satt essen.“
Einzig und allein auf die Früchte des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse soll er verzichten. Vor dem Hintergrund, dass es sich hier um einen Gott handelt, der Gutes für den Menschen will, wirft dieses Verbot möglicherweise Fragen auf: Ist das nicht eine Beschränkung von Freiheit? Wer über diese Frage nachdenkt, entdeckt: Eine gesunde Beziehung ermöglicht Freiheit in der Entscheidung und zeigt gleichzeitig Grenzen und Konsequenzen auf. Schrankenlose Freiheit gefährdet eine Beziehung. Dagegen stärken gegenseitiges Vertrauen und das Respektieren von Grenzen eine Beziehung! Gott möchte genau solch eine Verbindung zum Menschen. Deshalb überlässt er ihm die Entscheidung, ob er ihm vertrauen will. Der Mensch hat also die Wahl vom Baum der Erkenntnis zu essen oder nicht.
Fragen an mich
- Wo werden mir in meinem Alltag, in meinen Beziehungen etc. Grenzen gesetzt, die mich schützen?
- Was würde passieren, wenn es diese Grenzen nicht gäbe oder ich sie übertrete?
- Welche Gefahr besteht darin, wenn der Menschen selbst festlegt, was gut und böse ist?
Zitat
„Der wichtigste Baustoff für das Haus der Liebe ist das Vertrauen.“ Ernst Ferstl