„Gott sucht den Menschen – Du bist geliebt.“
Audio Guide Station 6
Lukasevangelium 19,10 Jesus, ist als Menschensohn gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.
1. Petrusbrief 2,24 Mit seinem Körper hat er unsere Sünden auf das Holz des Kreuzes hinaufgetragen, damit wir – für die Sünden gestorben – nun so leben, wie es vor Gott recht ist. Durch seine Striemen seid ihr geheilt.
Bedeutung
Im Garten Eden ging es für Adam und Eva zunächst um ein einziges Gebot, das ihr paradiesisches Leben bewahren sollte. Doch schon dort zeigte sich, wie wir Menschen dazu neigen, göttliche Grenzen zu überschreiten und eigene Maßstäbe zu setzen – mit oft chaotischen Folgen. Glücklicherweise ist das nicht das Ende der Geschichte: Viele Seiten der Bibel beschreiben, wie Gott die zerbrochene Beziehung zu den Menschen wiederherstellen will. Gott möchte dem Menschen einen Weg in einen Garten bahnen, der noch besser als Eden ist – einen Ort, an dem das Böse und der Tod keinen Raum mehr haben. Doch wie? Alles beginnt damit, dass Gott einem Mann, namens Abraham begegnet. Er soll ein Land bekommen und seine Nachkommen sollen zu einem großen Volk werden. Jenes Volk, die Juden, existieren bis zum heutigen Tag. Seit 1948 lebt ein Großteil von ihnen wieder in dem Land, welches Gott ihnen zugesprochen hat: Israel. Die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk entwickelt sich im Laufe der Geschichte keineswegs konfliktfrei, im Gegenteil. In gewisser Weise ist es eine Fortsetzung der Ereignisse im Garten Eden. Wie Adam und Eva, steht das Volk immer wieder vor der Wahl zwischen Segen und Fluch. Dabei zeigt sich ein wiederkehrendes Muster, welches von Treue, Bruch, Gericht und Wiederherstellung geprägt ist. Der Bund, den Gott mit Israel schließt, beruht dabei auf der verbindlichen Zusage Gottes. Deshalb führen all die Treuebrüche Israels nicht zu einem völligen Beziehungsende und das bis heute. Dennoch trägt das Volk im Laufe der Geschichte die Konsequenzen seines Handelns, etwa durch Vertreibung und Fremdherrschaft. Doch Gott wendet sich ihnen immer wieder zu, wenn sie nach ihm rufen. Außerdem richtet sich die Hoffnung Israels auf einen zukünftigen Menschen, der das Böse endgültig besiegt. Diese Erwartung hat ihren Ursprung im Garten Eden, wo Gott bereits diesen Nachkommen verspricht.
Dann ist es endlich so weit. Ein Mann erscheint in der Weltgeschichte, der alle Vorhersagen erfüllt: Jesus, der Sohn Gottes. Er macht deutlich, dass das wahre Problem im Herzen des Menschen liegt – das Böse, das ihn immer wieder schuldig werden lässt. Doch er verkündet auch die Lösung: Diese Schuld kann nicht aus eigener Kraft beseitigt werden, sondern nur durch ihn. Und der Preis dafür ist sehr hoch. Jesus gibt sich selbst in den Tod – für jeden einzelnen Menschen, für jede Sünde. An dieser Stelle kommt ein anderer Baum ins Spiel. Er hat die Form eines Holzkreuzes. Dort geschieht das Unfassbare: Der fehlerlose Sohn Gottes trägt freiwillig die Schuld eines jeden Menschen und lässt sein Leben. Ein Opfer von unermesslicher Größe. Durch seine Kreuzigung und seine Auferstehung am dritten Tag gibt es die entscheidende Lösung für das Problem der Schuld: Jetzt kann jeder Mensch Vergebung für seine falschen Entscheidungen empfangen, wenn er diese bereut und Jesus um Vergebung bittet.
Fragen an mich
- Was bedeutet es für mich persönlich, dass Jesus einen Weg aus Schuld und Trennung von Gott anbietet?
- Welche konkreten Fragen müsste ich klären, um das für mich annehmen zu können?
- Für andere leiden und sterben – ist das denkbar? Welche Beispiele aus Filmen und Büchern fallen mir dazu ein?
Zitat
„Aus dem Garten Eden haben sich Mann und Frau ausgesperrt. Aber die Sehnsucht danach ist uns Menschen geblieben. Vergessen wir nie, dass das Glück des Garten Edens mit der engen Beziehung zu Gott zusammenhing, die wir in Jesus auf neue Art wiedererlangen!“ nach Regula Scharnowski
Gebet
Jesus Christus, danke, dass du gekommen bist, um Verlorene zu suchen und zu retten.
Danke, dass du am Kreuz meine Schuld getragen hast und mir neues Leben schenkst.
Hilf mir zu erkennen, wo ich eigene Wege gehe, statt deinen Willen zu suchen,
und führe mich zurück in die Gemeinschaft mit dir.
Schenke mir Vertrauen in deine Vergebung und ein Leben, das dir gefällt.
Amen.
Vertiefende Inhalte wie Lebensberichte, weiterführende Beiträge und Verweise auf Homepages folgen.