„Gott erschafft den Menschen – Du bist gewollt!“
Audio Guide Station 1
1. Mose, Kapitel 2, Verse 4 – 9
Dies ist die Geschichte der Entstehung von Himmel und Erde; so hat Gott sie geschaffen. Als Gott, der HERR, Erde und Himmel machte, gab es zunächst noch kein Gras und keinen Busch in der Steppe; denn Gott hatte es noch nicht regnen lassen. Es war auch noch niemand da, der das Land bearbeiten konnte. Nur aus der Erde stieg Wasser auf und tränkte den Boden. Da nahm Gott, der HERR, Staub von der Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch ein lebendes Wesen. Dann legte Gott im Osten, in der Landschaft Eden, einen Garten an. Er ließ aus der Erde alle Arten von Bäumen wachsen. Es waren prächtige Bäume und ihre Früchte schmeckten gut. Dorthin brachte Gott den Menschen, den er gemacht hatte.
Bedeutung
Die Frage, woher das Leben kommt, hat sich vermutlich jeder schon gestellt. Im Laufe der Geschichte kamen die Menschen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Alle Erklärungsmodelle laufen auf zwei grundlegende Möglichkeiten hinaus: Entweder handelt es sich bei der Entstehung des Lebens um ein planvolles Handeln – „Schöpfung“, oder diese ist auf zufällige Entwicklung – „Evolution“, zurückzuführen. In der Wissenschaft gibt es für beide Seiten Argumente. Bei der Frage, ob es Gott gibt oder nicht, kommt die Wissenschaft aber an ihre Grenzen. Der biblische Bericht beantwortet die Frage, woher das Leben kommt, kurz und bündig: „Gott, der HERR“. Ursprünglich wurde der Text in Hebräisch verfasst. In dieser Sprache beschreibt der Gottesname die besondere Nähe des Schöpfers zum Menschen. Jener Gott formt eigenhändig aus der durchfeuchteten Erde den ersten Menschen. Else Lasker-Schüler, eine deutsch-jüdische Dichterin, beschreibt den Menschen mit folgenden Worten: „Das sonderbare Wesen: mit den Füßen im Schlamm und mit dem Kopf in den Sternen.“ Materialistisch gesehen besteht er aus Erde. Daraus leitet sich im Hebräischen der Name „Adam“ ab. Der Mensch ist aus der Erde erschaffen und deshalb an die materielle Welt gebunden. Gleichzeitig ist er fähig, nach Gott und den Sinn der Dinge zu fragen. Hierin unterscheidet er sich in einzigartiger Weise von allen anderen Lebewesen.
Gott legt innerhalb seiner Schöpfung einen Ort an, der dem Menschen zur besonderen Freude sein soll – einen Garten mit prächtigen Bäumen, deren Früchte seinen Gaumen erfreuen. Dort möchte er selbst in enger Gemeinschaft mit dem Menschen leben – seinem Meisterwerk der Schöpfung.
Fragen an mich
- Was glaube ich, woher das Leben kommt?
- Welche Argumente sprechen für meine Sichtweise?
- Was fasziniert mich am meisten an der Natur?
- Was würde sich in meinem Leben ändern, wenn ich glauben würde, dass alles Leben von Gott kommt und ich von ihm geschaffen bin?
Zitate
„Die Wahrscheinlichkeit, dass Leben zufällig entsteht, ist vergleichbar damit, dass ein Tornado durch einen Schrottplatz fegt und dabei ein funktionstüchtiges Flugzeug zusammenbaut.“ In Anlehnung an ein Argument von Fred Hoyle, britischer Astronom und Astrophysiker
„Von dort oben auf die Erde zu blicken und zu begreifen, wie klein und zugleich wertvoll wir sind, ist ein unvergleichliches Erlebnis. Vielleicht gibt es Leben auch anderswo im Universum. In meinem Verständnis als gläubiger Mensch ist die Erde der einzige Ort, den Gott mit Leben erfüllt hat – und das macht sie so außergewöhnlich.“ Victor Glover im Interview während des Mondflugs der Artemis II
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